Am 24. November 2025 trafen wir uns zur ersten Online-Intervision ...
Rückblick auf die erste Online-Intervision: Die Auftakt-Auflage dieses neuen Austauschgefässes wurde von Martina Rufer und Lothar Steinke moderiert und war dicht, fokussiert und ermöglichte eine echte Fallvertiefung. Aus Gründen der Vertraulichkeit können wir keine Fallinhalte berichten – aber wir können die Themenfelder nennen, die in der Runde besonders sichtbar wurden.
Im Zentrum standen herausfordernde Kontexte und Übergänge: Schnittstellenarbeit, Schulsozialarbeit und Heimaufenthalt sowie die Dynamik hochstrittiger Systeme. Als konkrete Belastung wurden Trigger in Alltagssettings aufgegriffen, z. B. „Revier betreten“ oder Mittagstisch-Konflikte als wiederkehrende Stress-Situation. Daneben ging es um klinische und entwicklungsbezogene Perspektiven – etwa um Borderline-nahe Muster, Affektregulation und die Frage, wie Beziehungserfahrungen Verhalten prägen.
Innere Haltungen und Rollen wurden bezüglich Klient:innen und Fachpersonen thematisiert: „Wie möchtest du als Erwachsene*r sein?“ als Leitfrage für professionelle Präsenz. Sowie Kommunikation unter Stress: Lügen nicht primär als „Fehlverhalten“, sondern als mögliches Signal (z. B. Schutz, Scham, Bindungsangst, Loyalitätskonflikt). Damit verbunden die Bedeutung, eigene Trigger zu kennen, um in eskalierenden Momenten handlungsfähig zu bleiben mit Co-Regulation vor Korrektur: Erst Stabilisierung, dann Klärung und Vereinbarungen.
Wir freuen uns auf die nächste Intervision – mit derselben Tiefe und dem geschützten Rahmen für fachlichen Austausch am 1. Juni 2026 (Event)